Kontroversenblogger – wider den Konsenszwang

Hotels im Wandel meines Lebens

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Ich bin nun schon langsam erwachsen. Jedenfalls ist das der von der Umwelt ob meines Lebensalters immer häufiger vermutete Zustand. Das reicht mir als Anlass, mit einem Augenzwinkern auf verschiedene Rollen oder Einstellungen zurückzuschauen, die ich mit dem Begriff Hotels verbinde.

Spesenritter

In meinen sehr frühen Berufsjahren fand ich es irgendwie toll, dass ein gut funktionierendes Sekretariat Tickets und Hotels buchte, die ich als Vertriebsmitarbeiter so brauchte. Das mit dem brauchen war vielleicht damals schon eher Konvention als Funktion. Denn Hand aufs Herz, wie viele Dienstreisen könnte man sich mit modernen Kommunikationsmethoden sparen, wenn man mit dem Interessenten oder Kunden offen drüber redet?

(Leih-)Berater

Längere Zeit am Stück als Anforderungsmanager für die Kopf- und Totgeburt eines IT-Projekts in Wolfsburg fühlte ich mich wie ein Batteriegeflügel in Einzelhaft. Der Mangel an zu Hause sein wirkte sich auf mein Gemüt aus und hat mich gelehrt, dass das nicht mein Leben sein darf.

Unternehmer

Das Leiden an strukturellen Mängeln größerer Hotels hat von einigen Jahren dazu geführt, dass ich mit einem Bloggerkollegen teils ernsthaft und teils spaßenshalber einen Businessplan in Richtung Hotel 2.0 angedacht und aufgeschrieben habe. Leider kamen bei beiden Akteuren andere Projekte und Aufträge dazwischen, so dass wir nie herausbekommen haben, ob das nicht doch funktioniert hätte.

Vater und Mensch

Kinder und Hotel passen nur mäßig zusammen. Zu viele Flächen sind klaren Funktionen zugeordnet, baulich laden lange Gänge zwar zu sportlicher Nutzung ein, aber so richtig passend ist das auch bei toleranten Gästen und Mitarbeitern nicht. Inzwischen bin ich froh, mich oft an Orten aufzuhalten, wo ich ob allein oder in Begleitung Familienanschluss vorfinde.

Leser

Vor einiger Zeit habe ich sogar ein Buch rezensiert, welches die Philosophie und Realität eines weltweit erfolgreich arbeitenden Hotelunternehmens zum Gegenstand hatte. Nur so viel: Dienstleistung und gegenseitiger Respekt haben durchaus etwas mit Erfolg zu tun.

Zukunft

Ich kann nicht ausschließen, eines Tages wieder gern auf die Bequemlichkeit und den Service von Orten zurückzugreifen, wo sich Küche und andere funktionelle Orte einer Beherbungsstation in Hand von Profis befinden. Derzeit empfinde ich selbst manche gehetzte Mittagspause in der eigenen Küche besser als Orte mit vergleichsweise höherer Anforderunge an Kleidung und Verhalten. Hotelflur und Laufklamotten oder solche für Yoga könnten missverstanden werden…

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