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10. Mai 2016
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Jobbörsen – Grenzen, Ärgernisse und Fragen

Jobbörsen

Mit der Überlegung, die Aufbauagentur zurückzufahren und sich zwecks regelmäßiger Einnahmen wieder der Gruppe der Angestellten anzuschließen, kam ich nicht umhin, die eine oder andere Jobbörse zu nutzen. Das sind feine Seiten in diesem Internet, die um vieles besser sind, als dareinst der samstägliche Frühkauf der Sonntagsausgabe der Berliner Morgenpost am Bahnhof Zoo. Allein, sie tun teilweise nicht das, was ich gern hätte. Dem teilweise recht saftigen Fluchen nach scheint es anderen Menschen z.B. beim Besuch des Jobpoints in Moabit in Mitte ähnlich zu gehen.

Grenzen

Ein limitierender Faktor ist die Kompetenz derer, die Stellenangebote verfassen. Was da blumigen Formulierungen verwendet wird, um die Aufgabe teilweise eher zu kaschieren als in den Vordergrund zu stellen, ist schon erstaunlich. Dass bei zumindest bei vielen Jobbörsen redaktionell nicht in die Inserate eingegriffen wird, auch wenn diese offensichtlich vor Fehlern und Ungenauigkeiten strotzen, ist beinahe schon unterlassene Hilfeleistung. Automatisierung, Skalierung und am Limit knapp bezahltes Personal führen nicht unbedingt zu Qualität. Aber mit Personal und ordentlichen Grundsätzen der Bearbeitung rechnet sich wohl einiges nicht mehr. Also angeblich.

Ärgernisse

Es gibt neben systembedingten Grenzen aus meiner Sicht auch echte Ärgernisse, die einem die Nutzung aktuell existierender Jobbörsen vermiesen. Ich nenne beispielhaft mal einige:

  • Ich suche eine Aufgabe in Berlin. „Pfiffige“ Personaler schalten aber ganz raffiniert mit einer Liste von Städten wie Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, um öfter angezeigt zu werden, auch wenn sie dort teils weder eine Niederlassung noch Kunden haben. False positives nerven. Die Trefferliste ist verwässert und aus Sicht eines Jobsuchenden je nach Thema nahezu unbrauchbar.
  • Unternehmen mit hohem Durchlauf an Leuten (Ich sag jetzt nichts über amerikanische Unternehmen. Ich bin so tapfer.) schalten möglicherweise die selbe Anzeige alle x Wochen. Sprich, es wird eine Zahl an Jobs vorgetäuscht, die eigentlich nicht da sind, weil die Schaltung auch nicht auszubleiben scheint, wenn alle Positionen besetzt sind. Wachstum vortäuschen, statt oft selbstgemachte hohe Fluktuation zu bekämpfen. Ob das Jobbörsen weiter hilft?
  • Firmen streuen Inserate teils über mehr Kanäle, als man eigentlich sinnvoll aktiv betreuen kann. Sprich besetzte Stellen werden oft nicht aus dem System genommen. Es werden also völlig zweckfreie Bewerbungen generiert. Das ist jetzt konzeptionell auch nicht so überzeugend.

Fragen

Ich bin ein Beobachter von solcher Dinge, sehe aber sicher nicht alles, was die Leser hier interessieren könnte. Also frage ich doch gern mal in die Runde. Ich beschränke mich dabei zunächst auf 2 konkrete Fragen:

  1. Welche Jobbörse(n) verwendet ihr?
  2. Was nervt oder fehlt euch an Jobbörsen?

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